PHILIPP POELL - Landschaft mit Fluss

Philipp Poells künstlerische Tätigkeit und Arbeitsweise entzieht sich zu einem großen Teil den vorherrschenden neoliberalen Verwertbarkeits- und Aufmerksamkeitslogiken des zeitgenössischen Kunstbetriebs. Vielmehr ist sie gekennzeichnet von genau jener Abwesenheit und geprägt von einem hohen Einsatz körperlicher Arbeit, versiertem handwerklichem Geschick und einem ausgeprägt humorvollen Spieltrieb. 

 

Philipp Poell erschafft über die letzten Jahre verteilt immer wieder Orte und Begegnungsstätten an nicht näher definierten, (noch) nicht ihren vorgesehenen "Endnutzungen" zugewiesenen Un-Orten im urbanen Raum. Diese partizipativen und zum Teil bewohnbaren Rückzugsorte in der Peripherie einer von Erwartungen und Zwängen vornormierten kapitalistischen High-Tech-Gesellschaft erscheinen dabei ebenso wie Mahnmale und gesellschaftliche Gegenentwürfe zu einer von neoliberalen Effizienzgedanken geprägten Verwertungslogik gegenüber dem Menschen selbst und der dem Menschen umgebenen Umwelt. Mit seinen Bauwerken und Begegnungsstätten produziert Philipp Poell temporär Erfahrungen und Lebensrealitäten deren Bezüge und Berührungspunkte sich ohne Probleme mit dem Lebensgefühl der Beat-Generation oder den Büchern des Schriftstellers Henry David Thoreau in Verbindung bringen lassen und die immer wieder Fragen zum Verhältnis Mensch-Natur und zu einem auf materialistischen Konsum und konformistischen Lebensweisen ausgerichteten Gesellschaftsmodell aufwerfen.

 

Umso glücklicher sind wir, die Möglichkeit zu haben, nun einige Werke und die damit verbundenen fantasievollen Arbeitsansätze in der Ausstellung „Landschaft mit Fluss“ von diesem umtriebigen und breit aufgestellten Künstler begrüßen zu können und laden herzlich dazu ein dabei zu sein.

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Eröffnung: 22.01.2022, 19 Uhr

Weitere Öffnungszeiten:

Sonntag, 23.01.2022, 15-18 Uhr

Samstag, 29.01.2022, 15-18 Uhr

Sonntag, 30.01.2022, 15-18 Uhr